kulturstrategie.

Strategische Ziele der Stadt Osnabrück 2021 bis 2030

Strategische Ziele geben Orientierung für die Stadtgesellschaft, Politik und Verwaltung über das was in den nächsten Jahren erreicht werden soll. Anfang 2019 startete der Prozess zur Fortschreibung der Strategischen Ziele 2021 bis 2030. In diesen Prozess haben sich neben Politik und Verwaltung auch Bürgerinnen und Bürgern, gesellschaftlichen Gruppen, Wirtschaftsvertreter, Verbände und das Jugendparlament eingebracht. Die Ergebnisse aus diesen Veranstaltungen wurden zusammengefasst und waren die Grundlage für den Beschluss des Rates vom 28. Mai 2019. Ausgehend von den Strategischen Zielen wurden im Sommer von Verwaltung und Politik die zentralen Handlungsfelder 2021 bis 2025 abgeleitet. Die Zentralen Handlungsfelder beschreiben den Weg zur Zielerreichung für einen 5 Jahres-Zeitraum. Diese wurde am 1. Oktober 2019 vom Rat beschlossen.

www.osnabrueck.de/stadtziele


Die Kulturstrategie 2020/2030

Der Rat der Stadt Osnabrück hat im Jahr 2015 strategische Ziele für alle zentralen kommunalpolitischen Handlungsbereiche beschlossen und diese 2020 aktualisiert. Die Kulturverwaltung greift mit der Kulturstrategie 2020/2030 die vom Rat beschlossenen Stadtziele auf und vertieft einzelne Aspekte in offenen Recherche- und Beteiligungsprozessen und mit vielen Partnern in der Stadtgesellschaft. So werden Erkenntnisse gewonnen, wie diese Ziele bezogen auf die Kultur gemeinsam erreicht werden können. Zudem schaffen und stärken sie Netzwerke: Die Beteiligten entwickeln ein gemeinsames Denken und Handeln. Die Bausteine zur Kulturstrategie sind das schriftliche Resultat des Recherche- und Beteiligungsprozess. Drei Broschüren liegen bereits vor und bilden seither eine wichtige Grundlage, konkrete Maßnahmen und Prozesse in Gang zu setzen.


Baustein 1 „Trends / Gespräche / Top Ten“

… beschreibt Trends, eine Trendanalyse, die erforderlichen Ressourcen sowie die Top Ten der Kulturthemen als Fahrplan für die Kulturverwaltung. Für diesen Baustein wurde ein umfangreicher Analyse- und Beteiligungsprozess mit 50 Experteninterviews zugrunde gelegt. Die Konzentration der Kernaussagen auf die sogenannten „Top Ten“ zeigt Handlungsschwerpunkte auf, die weit über 2020 hinaus ihre Wirkung entfalten werden. Die „Top Ten“ werden zeitnah umgesetzt, konkretisiert und durch Kooperationen intensiviert. Mit dem Beteiligungsprozess sind hierfür die ersten Schritte eingeleitet worden.

Baustein 1

Baustein 2 „Zukunftsfähigkeit der städtischen Kulturarbeit“

… geht auf die Zukunftsfähigkeit der städtischen Kulturarbeit sowie auf die dazu erforderlichen Ressourcen ein. Ergänzend zu Baustein 1 geht Baustein 2 konkret auf alle Handlungsbereiche des Fachbereiches Kultur ein. Die Städtischen Bühnen wurden als gemeinnützige GmbH ebenfalls einbezogen. Baustein 2 zeigt auf, wie die Kulturverwaltung die Stadtziele mit ihrer eigenen Arbeit gestalten und umsetzen kann und will.

Baustein 2

Zwischenbericht Ende 2019

Ein Zwischenbericht

Baustein 3 „Kultur als Standortfaktor“

Baustein 3 widmet sich dem Schnittstellenthema „Kultur als Standortfaktor“ und greift dabei insbesondere folgende strategische Ziele auf:

  • „2030 leistet Kultur einen entscheidenden Beitrag in der Stadtentwicklung, dem Stadt- und Standortmarketing.“ (aus Ziel 5)
  • „2030 sind Kultur, Bildung, Wissenschaft und Forschung innovative Motoren für den Wirtschafts- und Wissensstandort Osnabrück.“ (aus Ziel 3)
  • 2030 ist Osnabrück „vielfältiger Kulturstandort und lebendige Friedensstadt“. (Ziel 5)

Baustein 3 „Kultur als Standortfaktor“ stellt sich der zentralen Frage, wie wichtig ist Kultur heute und für die zukünftige Entwicklung des Standorts Osnabrück? Diese Frage beantwortet der Band auf der Basis von 32 Gesprächen mit Expertinnen und Experten aus Osnabrücker Unternehmen, Stiftungen, Wirtschaftsförderern und Hochschulen, einer Auswertung der Datenlage sowie einer Aufarbeitung des Forschungsstands.

Baustein 3

Baustein 4 „Musikstandort Osnabrück“

Ist Osnabrück ein Musikstandort oder vielleicht sogar eine Musikstadt? Dieser Frage stellte sich der Fachbereich Kultur der Stadt Osnabrück nach Anregungen aus der Bürgerschaft und einem akuten Proberaumnotstand. Nun liegen die Ergebnisse eines umfangreichen Beteiligungsprozesses vor, der mit Best Practice Recherchen in anderen Städten ergänzt wurde. Das Ergebnis: Ja, Osnabrück ist ein Musikstandort und kann eine Musikstadt werden, wenn Musik als Thema in die strategische Entwicklung des Standorts einbezogen wird.

Was zeichnet den Musikstandort aus? Zunächst einmal ist Osnabrück ein bemerkenswerter Ausbildungsstandort: Der größte Jazz Standort in Deutschland, der zweite Standort für Pop nach Mannheim, einer von vier für Musical. Hinzu kommen wissenschaftliche und Lehramtsstudiengänge. Mit dem Institut für Musikpädagogik und Musikwissenschaft an der Universität sowie dem Institut für Musik an der Hochschule befindet sich ein Pool von über 600 Musikstudierenden in der Stadt. Immer mehr dieser Studierenden bleiben in Osnabrück, machen sich selbständig oder gründen Unternehmen.

Lebendige Musikszenen in Pop/Rock, Jazz und Klassik ermöglichen Ihnen ebenso wie den professionellen Solo-Selbständigen und etablierten mittelständischen Musikunternehmen eigene Projekte voranzutreiben. In Osnabrück gibt es Platz für musikbezogene Startups und Gelegenheiten für erfolgreiche Investitionen, wie der Erfolg des Lauten Speichers bereits zeigt. Weitere etablierte Institutionen wie das Symphonieorchester Osnabrück oder die städtische Musik- und Kunstschule geben Musikerinnen und Musikern verlässliche Arbeitsmöglichkeiten und bilden Nachwuchs aus. Die festangestellten Musikerinnen und Musiker geben vielfältige innovative Impulse in die Musikkulturen. Die große Rolle der Musik wird seit 2020 auch architektonisch sichtbar. Der Laute Speicher im Kreativquartier Hafen und der Neubau des Instituts für Musik setzen weithin sichtbare Zeichen für die Stärke der Musik in Osnabrück und sorgen bereits jetzt für eine deutlich verstärkte Wahrnehmung als Musikstandort.

Gerahmt wird dies von der besonderen Lage des Musikstandorts Osnabrück: die zentrale Lage in der Peripherie der Metropolen. Viele Zentren der Musik sind innerhalb eines halben Tages zu erreichen: Berlin, Hamburg, Köln, Amsterdam. So können Netzwerke in mehreren Metropolen von Osnabrück aus gepflegt werden. Hinzu kommt die zunehmende Attraktivität des Standorts durch Digitalisierung: Beide Faktoren verstärken sich: Durch online vernetztes Arbeiten wird die zentral gelegene Peripherie immer attraktiver.

Osnabrück kann von einem starken Musikstandort zu einer Musikstadt werden. Um die Potentiale als Musikstadt zu realisieren schlägt der Baustein Maßnahmen in folgenden Bereichen vor: Vernetzung, Vermarktung, Räume und Förderung. Manches setzt der Fachbereich Kultur in der laufenden Arbeit bereits um, größere Maßnahmen bedürfen einer Prüfung und einer Diskussion in der Politik und der Bürgerschaft.

Seit Anfang des Jahres 2022 arbeitet der Fachbereich bereits in zwei Netzwerkprozessen für die Klassik und Pop/Rock/Jazz mit vielen Akteuren zusammen. Ein Ergebnis ist das von verschiedenen Akteuren gemeinsam geplante Festival mit Konferenz Furios 3000 am 22.10.2022 in der Lagerhalle und dem Haus der Jugend. www.furios3000.de

Eine zentrale, zum jetzigen Zeitpunkt ideale Maßnahme wäre eine Bewerbung der Stadt Osnabrück als UNESCO City Of Music. Mit Baustein 4 ist ein Großteil der nötigen Vorarbeiten zur Erfassung der musikbezogenen Aktivitäten bereits geleistet, zudem wurden bereits Unterstützungsmaßnahmen initiiert. Als Kreativwirtschaftliches Label, das die Völkerverständigung zum Ziel hat, passt die UNESCO City Of Music sehr gut zur Friedensstadt Osnabrück.

Eines steht fest: Für die Entwicklung zur Musikstadt ist eine strategische Planung notwendig. Baustein 4 der Kulturstrategie liefert hierfür eine solide Grundlage.

Baustein 4

downloads.

Baustein 1
Baustein 2
Baustein 3
Baustein 4
Ein Zwischenbericht