steckenpferdreiten.
Das Osnabrücker Steckenpferdreiten ist eine der farbenfrohsten Traditionen der Friedenskultur. Es erinnert an die Verkündung des Westfälischen Friedens im Jahr 1648 und hat sich aus einer Mischung von geschichtlicher Begebenheit und überlieferter Sage entwickelt. Der Ursprung liegt in Nürnberg: Dort ritten im Jahr 1650 Jungen mit Steckenpferden zu Fürst Piccolomini, um ein Andenken an den Friedensschluss zu erbitten. Er ließ daraufhin Friedenspennige prägen, die auch an die Jugend verteilt wurden – als Zeichen, dass die Freude über den Frieden an die nächste Generation weitergegeben werden sollte.
Aus dieser historischen Episode entwickelte sich die Osnabrücker Tradition, die ab dem 19. Jahrhundert in die Sage von den Steckenpferdreitern eingebettet wurde. In Osnabrück ist das Steckenpferdreiten seit 1948 lebendig: Damals ritten rund 100 Jungen über die Rathaustreppe, heute sind es etwa 1.400 Kinder, die als Viertklässlerinnen und Viertklässler zum ersten und einzigen Mal an dem Fest teilnehmen dürfen. Damit ist der Umzug ein ganz besonderes Ereignis, das nicht nur für die Kinder selbst, sondern auch für Familien, Schulen und die Stadt eine wichtige Rolle spielt.
Das Steckenpferdreiten ist ein Friedensfest für Kinder, das spielerisch Werte wie Toleranz und friedliches Miteinander vermittelt. Musikalische Beiträge, Theater und gemeinsames Singen begleiten den Umzug und machen den Gedanken von Frieden und Freude sichtbar.
Das nächste Steckenpferdreiten findet am Donnerstag, 9. Oktober 2025 statt.
Fotos: Hermann Pentermann
Hier geht es zum Flyer für das Steckenpferdreiten 2025.
Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter friedensstadt.osnabrueck.de.
































































